6 Tipps, die dir helfen, eine Schreibgewohnheit zu entwickeln 

Inspiration ist oft ein illusorisches Konzept. Als Autoren verbringen wir so viel Zeit damit, sie zu finden und zu bewahren und dann das Maximale aus ihr in unsere Geschichten umzuwandeln. Denn zum Schluss ist Inspiration die Essenz eines guten Buches, nicht wahr? Nur wie können wir in der Lage sein, Bestseller zu schreiben ,wenn uns oftmals die Inspiration dazu fehlt? Die Antwort ist das Entwickeln einer Schreibgewohnheit!

Picasso sagte: “Die Inspiration existiert, aber sie muss dich bei der Arbeit finden.” Der faule Künstler, der keinen konventionellen Job annehmen möchte, ist ein weit verbreiteter Stereotyp. Man stellt sich diese Freigeister oft so vor, als würden sie von Wellen der Inspiration überkommen und der Rest der kreativen Arbeit geschehe dann wie im Flow. Viele Künstler und Autoren arbeiten gerne ohne Routine und warten lieber auf den nächsten Inspirationsschub. Und am Ende wird das eigene Buch nie fertig…

Um dies zu vermeiden, ist es sinnvoll, sich eine Schreibgewohnheit anzutrainieren. Somit machst du das Schreiben zu einem festen Bestandteil deines Alltags. Schließlich kannst du dich nicht darauf verlassen, dass der nächste magische Moment der Inspiration täglich kommen wird. Auf dich selbst kannst du dich allerdings verlassen.  So bereitest du dich mental darauf vor, dass du schreiben wirst und kannst somit schon einmal etwas Gedankenkraft bündeln. Am Besten schaffst du für dich selbst Situationen, die dich beim Schreiben inspirieren und gleichzeitig nicht von der Arbeit ablenken.

Eine neue Gewohnheit zu schaffen ist ein psychologisch untersuchtes Phänomen. Wie du es schaffen kannst, diese neue Gewohnheit in deinen Alltag zu implementieren verraten wir dir mit den folgenden Tipps:

Schreibe jeden Tag

Dieser ist zwar ein sehr offensichtlicher Tipp, aber dennoch einer, woran die meisten Menschen scheitern, die sich eine Schreibgewohnheit aneignen möchten. Um deine Produktivität ins Rollen zu bringen, solltest du dich dazu zwingen, jeden Tag mindestens 15 Minuten zu schreiben – ohne Ausreden! Dies kann anfangs zunächst hart sein, wird aber nach einer Weile so selbstverständlich wie deine Zähne zu putzen. Und vergiss nicht, das Ziel hierbei ist nicht, von Beginn an Nobelpreis-taugliches Material nieder zu schreiben, sondern dich erst einmal ans regelmäßige Schreiben zu gewöhnen.

Finde deine idealen Schreibort und -zeit 

Für die meisten Menschen ist ein Heavy Metal Konzert nicht der beste Ort um zu schreiben. Für andere ist es vielleicht sogar der einzige Ort, an dem es funktioniert. Spaß beiseite – nehme dir etwas Zeit, um herauszufinden, wo du am besten schreiben kannst. Vielleicht ist es eine Bibliothek oder ein kleines ruhiges Café. Vielleicht ist es ein Ort bei dir Zuhause oder draußen im Freien. Vielleicht schreibst du lieber mittags oder lieber abends.

Habe immer ein Notizbuch dabei! 

Das Universum schert sich nicht um deine Schreibrituale; und Inspiration ist eine nicht vorhersagbare Wissenschaft. Oft kommen verschiedene Stimuli auf uns zu, die uns in den ungewöhnlichsten Situationen neue Ideen für unser Buch geben. Stell sicher, dass du in einer solchen Situation gut gewappnet bist! Alternativ zum analogen Notizbuch kannst du natürlich auch alles andere benutzten, das dazu geeignet ist, deine Notizen festzuhalten. So zum Beispiel dein Handy oder Laptop.

Teile den Schreibprozess in verschiedenen Phasen auf

Einen längerwierigen Prozess in einzelne Abschnitte aufzuteilen kann oft helfen, einen Überblick zu bewahren und sich somit nicht im Prozess zu verlieren. Ein guter Anfang beim Schreiben kann sein, seine Ideen niederzuschreiben. Wenn man die Thematik für das Buch festgelegt hat, ist eine Strukturierung in der Form eines Aufbaus sinnvoll. Nachdem ein grober Aufbau festgelegt wurde, kann man mit dem Niederschreiben der Details und kleineren Ausschmückungen weitermachen. Nach dem tatsächlichen Schreiben der Geschichte, die den Großteil der Arbeit einnimmt, sollte man noch ein wenig Zeit für das Layout-Korrektorat und -Lektorat einplanen.

Gehe aktiv auf die Suche nach Inspiration! 

Am Ende des Tages sind Autoren Beobachter, die die Gesellschaft und ihre Akteure beobachten und ihre Erkenntnisse in Narrationen umwandeln. Je mehr du beobachtest, desto mehr Material hat du für die Gestaltung deiner Geschichten. Um deine Beobachtungen zu verfeinern , musst du offen für neue Eindrücke und Perspektiven sein.

Lerne den Prozess zu lieben 

Der Schreibprozess kann manchmal demotivierend sein wenn es gerade nicht weiter geht, aber letztlich sind erfolgreiche Autoren jene, die den Prozess des Schreibens an sich genießen, nicht nur das Endprodukt. Das bedeutet nicht, dass du kein Autor werden kannst, wenn du die Höhen und Tiefen des Prozesses nicht liebst. Es kann hilfreich sein diesen Prozess kennen und lieben zu lernen. Gelingt dies, so wird Schreiben zur schönsten Nebensache der Welt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Fill out this field
Fill out this field
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
You need to agree with the terms to proceed

Menü