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Wie und warum Korrekturlesen?

Immer wieder hören Sie, dass Korrekturlesen das A und O vor der Buchveröffentlichung ist. Aber warum eigentlich? Und wie gehen Sie am besten vor?

In diesem Blogeintrag gehen wir dem Korrekturlesen auf den Grund. Wir präsentieren Ihnen zahlreiche Tipps, damit Sie Ihr Buch schnell und vor allem gründlich nach Fehlern durchforsten können.

Warum Korrekturlesen?

Diese Frage lässt sich leicht beantworten: Auch wenn Sie Tage und Nächte damit verbracht haben, Ihr Buch zu schreiben, können sich hier und da immer ein paar Schreib- oder Tippfehler einschleichen. Um zu verhindern, dass diese Fehler bei Ihrem veröffentlichen Buch erhalten bleiben, ist Korrekturlesen sehr wichtig. Schließlich wollen Sie ein möglichst fehlerfreies Manuskript herausbringen, damit die Leser mit der Geschichte und dem generellen Aufbau Ihres Buches zufrieden sein können.

Tipp 1 – Überprüfen und Verfremden Sie am Computer

Sobald Ihr Manuskript fertig ist, empfiehlt es sich, es direkt am Computer oder Laptop noch einmal zu überprüfen. Oft finden Sie hier und da noch ein paar Tippfehler, die Sie auf jeden Fall vermeiden wollen. Dieser Schritt ist wohl der kürzeste, da Sie so sehr an Ihr digitales Manuskript gewöhnt sind, dass es schwer wird, die Fehler zu entdecken.

Um Ihr digitales Manuskript genauer zu durchleuchten, sollten Sie Ihren Text verfremden. Dadurch, dass Sie so lange an Ihrem Text arbeiten, kann sich eine gewisse Blindheit für Fehler entwickeln. Deswegen fällt es Autoren oft schwer, Ihr Werk selbst zu untersuchen. Allerdings gibt es hierfür eine Lösung: Oft hilft es die Schriftart, Schriftgröße oder sogar Farbe des Textes zu ändern. Dies kann wahre Wunder wirken! Sobald Sie diese kleinen Änderungen vorgenommen haben, wirkt der Text anders und Sie können sich mit frischen Gedanken wieder ans Korrekturlesen machen!

Tipp 2 – Rechtschreibprogramme

Nutzen Sie Rechtschreibprogramme oder machen Sie Gebrauch von den Programmen, zum Beispiel Word, die bereits eine Rechtschreibfunktion enthalten haben. Dies kann Ihnen viel Zeit sparen, da solche Programme direkt kontrollieren können, während Sie noch schreiben. Allerdings heißt das nicht, dass Sie auf das Korrekturlesen verzichten können. Schließlich sind solche Programme auch nur Maschinen und liegen daher auch nicht immer richtig.

Tipp 3 – Rückwärts lesen

Ein weiterer Tipp ist es rückwärts zu lesen. So banal es klingt, kann dies ebenfalls reine Wunder bewirken. Indem Sie rückwärts lesen, konzentrieren Sie sich hauptsächlich auf die Rechtschreibung der Worte. So können Sie vermeiden, sich vom Inhalt Ihres Buches ablenken zu lassen. Besonders beim rückwärts lesen sollten Sie allerdings auch Pausen bedenken. Ansonsten könnten Sie relativ schnell Kopfschmerzen bekommen und Ihre Konzentration verlieren.

Tipp 4 – Bestellen Sie ein Probeexemplar

Wir können es nicht oft genug empfehlen: Bestellen Sie ein Probeexemplar, bevor Sie Ihr Buch veröffentlichen. Oft lassen sich die Fehler, die Sie am Computer oder Laptop übersehen haben, leicht an einem echten Buch erkennen. Daher ist es einer der wichtigsten Schritte, bei Ihrem Bucherstellungsprozess, ein Probeexemplar zu bestellen und daran zu arbeiten. Eventuell finden Sie sogar einige Stellen in Ihrer Geschichte, die Ihnen noch nicht wirklich zusagen. Ihr auf Papier gedrucktes Manuskript kann Ihnen einige Fehler vor Augen führen. Dies wird Sie ebenfalls davon abhalten, ein fehlerhaftes Buch zu veröffentlichen.

Streichen Sie durch, heben Sie hervor, alles ist Ihnen offen, wenn Sie mit einem Probeexemplar arbeiten. Außerdem schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Das Korrekturlesen wird vereinfacht und das Design können Sie gleich mit überprüfen. Cover, Papier, Größe etc. können Sie mit einem Probeexemplar anschauen und sich damit zufriedenstellen oder Ihre Meinung vor der Veröffentlichung noch einmal ändern.

Tipp 5 – Achten Sie auf häufige Fehler

Häufige Fehler, die vielen Autoren passieren sind die Verwechslung von „das“ und „dass“ oder größere Fehler wie „kein“ anstatt „nein“ zu schreiben. Daher ist es wichtig besonders auf Tippfehler zu achten und sicherzustellen, dass Ihre Sätze auch wirklich die Bedeutung haben, die Sie für diese gedacht haben. Berücksichtigen Sie ebenfalls das Weglassen von Buchstaben oder Hinzufügen von Buchstaben, Buchstabendreher oder Wörter, die verschiedene korrekte Schreibweisen haben.

Tipp 6 – Laut und Langsam lesen

Manchmal kann es hilfreich sein Ihr Manuskript laut und langsam vorzulesen. Dabei finden sich oft logische Fehler in den Sätzen und ebenfalls Grammatikfehler. Natürlich müssen Sie nicht das ganze Buch laut vorlesen, aber es kann durchaus eine gute Unterstützung bei der Identifikation von Fehlern sein. Durch das laute Lesen kriegen Sie nochmal ein anderes Gefühl für Ihren Text.

Tipp 7 – Pause, Pause, Pause

Die meisten Menschen können sich maximal 25 bis 40 Minuten am Stück konzentrieren, danach lässt die Konzentration schnell nach. Lesen Sie Ihr Buch nicht in einem ganzen Stück. Verteilen Sie das Korrekturlesen lieber in kleine Zeitfenster, in denen sie konzentriert arbeiten können. Andererseits, könnte Ihre Konzentration nachlassen und Sie verlieren den Überblick. Um zu vermeiden, dass genau dies passiert, ist es wichtig Ihr Buch in kleinen Schritten unter die Lupe zu nehmen. So können Sie sicherstellen, dass Ihnen nichts beim Kontrollieren entgeht.

Machen Sie einen kurzen Spaziergang oder trinken Sie vielleicht eine Tasse Tee oder Kaffee. Sobald Sie sich ein wenig ausgeruht haben, sind Sie schon wieder bereit mit der nächsten Seite Ihres Buches weiterzumachen!

Tipp 8 – Lassen Sie sich helfen

Auch wenn Sie Ihr Buch vor der Veröffentlichung wahrscheinlich ungern anderen zeigen wollen, kann dies von großem Vorteil sein. Zeigen Sie Ihr Manuskript Menschen, denen Sie vertrauen. Bitten Sie diese ebenfalls eine Korrekturlesung vorzunehmen. Sie werden überrascht sein, was Sie alles übersehen können. Freunde und Familie sind sicher gerne dazu bereit, sich Ihr Buch näher anzuschauen. Und ein wenig Feedback vor der Veröffentlichung ist sicher nie verkehrt, oder?

Tipp 9 – Professionelle Hilfe

Sollten Ihnen der Aufwand des Korrekturlesens zu groß sein, dann gibt es immer noch professionelle Hilfe. Diese können Sie für Geld beanspruchen. Professionelle Hilfe mag zwar etwas kosten, ist allerdings sehr gründlich und vor allem zeitsparend. Sollten Sie also keine Lust oder Zeit haben Ihr Buch zu überprüfen, gibt es diese Möglichkeit.

Nun liegt es an Ihnen sich am Korrekturlesen zu probieren! Mithilfe unserer Tipps sollten Sie schnell in der Lage sein, ein Gefühl dafür zu entwickeln. Beachten Sie, dass Sie genügend Zeit für die Korrekturen einplanen sollten, damit Ihr Buch zufriedenstellend in Sachen Korrektheit und Geschichte sein kann! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Kontrollieren!

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