Wenn ihr euch mit dem Begriff Self-Publishing bereits beschäftigt habt, dann sind euch wahrscheinlich auch ein paar Fragen aufgekommen.
Was ist Self-Publishing überhaupt?
Verdient man damit genügend Geld?
Da zahle ich doch bestimmt drauf, oder ist das wirklich so kostengüstig?

Diese und weitere Fragen wollen wir in diesem Artikel ein bisschen genauer beleuchten.

Was ist Self-Publishing – Erklärung des Begriffs

Einige unter euch können sich den Begriff eventuell aus dem Englischen bereits herleiten.
Self-Publishing heißt übersetzt “Selbstveröffentlichung”. Da Autoren jedoch eher schlecht ein Buch ganz alleine veröffentlichen können, gibt es sogenannte Self-Publishing-Plattformen. Damit ist im allgemeinen Sinne die Branche von Plattformen gemeint, denen auch Bookmundo angehört.
Als Self-Publisher (also Selbstveröffentlicher) sind die Autoren gemeint, die Ihr Buch nicht traditionell über die Verlage herausbringen möchten, sondern eher den immer beliebter werdenden Weg gehen, sich bei der Veröffentlichung des Buches um das meiste selbst zu kümmern, um allgemeine, aber auch finanzielle Unabhängigkeit zu haben.

Um jedoch nicht komplett auf sich alleine gestellt zu sein, bieten Self-Publishing-Plattformen Systeme und Programme an, die bei der Zusammenstellung der einzelnen Komponenten (Klappentext, Manuskript, Buchumschlag) zu einem Buch helfen. So könnt Ihr auf Bookmundo innerhalb 7 einfacher Schritte euer Buch nach euren Vorstellungen designen und konfigurieren, so wie zum Schluss Veröffentlichen und im gesamten deutschen Buchhandel verkaufen lassen.

Self-Publishing – Immer noch unkonventionell, oder immer beliebter?

Sehen wir uns die Statistik der veröffentlichten Bücher im Self-Publishing (und gegenüberstellend) im Verlag an, dann wird deutlich, dass ersteres immer beliebter wird.

Entwicklung der veröffentlichten Bücher - Self-Publishing vs. Verlag - Statistik
Daten wurden aus einem Treditions-Artikel entnommen und basierend darauf eine eigene Grafik erstellt

Auch auf unserer Seite wurden in den letzten Jahren über 37.000 Bücher veröffentlicht. Doch weshalb ist Self-Publishing auf einmal so beliebt?
Drei Gründe sind folgende:

  • Digitalisierung: Jeder, der einen Computer und eine Textverarbeitung besitzt, kann ein Buch veröffentlichen, und jeder, der einen Computer, ein Tablett oder ein Smartphone besitzt, kann ein Buch lesen.
  • Entschlossenheit: Autoren können den Erfolg ihrer Bücher bestimmen, und die Leser können die Qualität des Gelesenen bestimmen. Niemand sonst ist schuld an einer schlechten Verlagserfahrung.
  • Disintermediation: Unternehmen, die keinen Mehrwert schaffen, scheitern. Die Verteilung der Bücher von den Autoren an die Leser ist direkter, unmittelbarer und billiger als je zuvor.

Diese Prämissen ermöglichen den Traum eines jeden Schriftstellers: absolute Entscheidungs- und Handlungsmacht über seine Bücher, Vertriebsplattformen, Verkaufspreis und vor allem freie Kreativität. Wer will sich nicht den Traum erfüllen, ein Buch zu schreiben und es anderen zugänglich zu machen?
Da der Weg des Self-Publishing jedem Autoren zugänglich ist und im Gegensatz zum Verlag keiner darüber entscheidet, ob ein Buch auch wirklich veröffentlicht werden soll, greifen immer mehr Autoren auf diese Möglichkeit zurück.

Dies bedeutet jedoch auch, dass es eine Vielzahl an Büchern auf dem Markt gibt, die qualitativ eher wenig überzeugen. Also ist beim Self-Publishing nicht nur der allgemeine Vorteil der Entscheidungsfreiheit zu bedenken, sondern auch die ganzen Aspekte, die mit dem erfolgreichen Veröffentlichen des eigenes Buches einhergehen:

  • Cover des Buches
    Wir betonen in unseren Artikeln immer wieder, wie wichtig das Aussehen und Erscheinen des eigenen Buchcovers ist. Um uns nun jedoch kurz zu fassen, eine einfache Faustregel:
    Wenn das Lesen/Erkennen der eigentlichen Botschaft des Covers für eure Freude etc. schwer fällt, dann solltet ihr das Cover überdenken. Nichts ist schlimmer, als zu grelle und nicht harmonisch agierende Farben, unscharfe Bilder oder Bilder von Personen, zu denen nur ihr eine Verbindung habt (solange es sich nicht um eine Biografie derjenigen Person handelt). Das Buchcover soll zwar auch euch gefallen, aber in erster Linie euren potentiellen Käufern! Braucht ihr Hilfe bezüglich des Buchcovers, dann schaut einmal bei unseren Blogbeiträgen zu Buchcovern vorbei
  • Format des Buches
    Dieser Schritt ist bei Bookmundo zum Glück von unserem System abgedeckt. Ladet ihr das Buch hoch, so formatiert unser System dieses für euch direkt. Wir haben im 3. Schritt der Veröffentlichung Word-Formatvorlagen, die ihr kostenlos herunterladen und für euer Buch benutzen könnt.
    Bei E-Books wäre es das sogenannte ePub-Format. Dieses ist so aufgebaut, dass euer E-Book sich an unterschiedliche eReader anpasst und so der Leser ein angenehmes Leseerlebnis hat.
  • Inhalt des Buches
    Das Buch soll natürlich rein inhaltlich überzeugen. Dies ist jedoch in erster Linie euren Schreibkünsten überlassen. Doch ihr könnt bestimmen, wie viel von eurem Buch eure Leser auf einmal erhalten. So könnt ihr eine lange und interessante Geschichte inhaltlich auf mehrere Bücher verteilen, als direkt in einem großen und recht teurem Buch zu veröffentlichen. Das gleiche gilt auch für die digitale Version.
    Bei E-Books müsst ihr nicht unbedingt 350 Seiten in ein Buch stecken. Gerne könnt ihr auch ein kleineres Format veröffentlichen und euer Buch in einem Zweiteiler veröffentlichen. So könnt ihr zum einen einen niedrigeren Preis pro Buch ansetzen, was sich am Ende jedoch mehr rechnet. Schließlich ist ein bezüglich des Preises angemessenes 200 Seiten langes E-Book (Zwischen 5,99€ und 9,99€) attraktiver für Leser, als eines welches zwar 400 Seiten besitzt, jedoch fast 19,99€ kostet.

    Zudem könnt ihr durch die Fortsetzung eures Buches bei euren Lesern Spannung aufbauen und habt eine größere Sicherheit, dass das zweite Buch ebenfalls im gleichen Umfang gekauft wird.
  • Bewerbung des Buches
    Euer Buch kann ein Bestseller sein, dies hilft euch jedoch wenig, wenn keiner von eurem Buch gehört hat und ergo dies nicht gekauft wird. Doch die Werbetrommel erst nach Veröffentlichung eures Buches zu rühren ist der falsche Ansatz. Baut bei euren Lesern Spannung auf. Lasst die Menschen bereits von eurem neuen Projekt wissen, wenn ihr euch noch in der Schreibphase befindet. Braucht ihr mehr Inspiration für Werbung? Auch hierzu haben wir eine Vielzahl an Blogeiträgen.

Dies mag auf den ersten Blick viel erscheinen, doch relativ gesehen lohnt sich dieser Aufwand. Denn schließlich habt ihr beim Self-Publishing eine größere Freiheit bei der Auszahlung eurer Margen (Erlös pro Buch). Zum einen könnt ihr vieles selbst übernehmen, für das ihr im Verlag einiges bezahlen müsstet. Ihr spart also Geld und verdient gleichzeitig noch etwas dazu. Natürlich sind einige Ausgaben eher nicht zu vermeiden. So ist es zu raten, falls euer Buch sich gut verkaufen soll, einen Korrektor sowie ein Layout-Spezialisten zu beauftragen. Allein schon das Phänomen der Fehler-Blindheit, bei dem ihr als Autor eine metaphorische Blindheit für Schreibfehler etc entwickelt, spricht dafür, sich Unterstützung von außen zu holen.

Heißt Self-Publishing beinhaltet einige wichtige und anspruchsvolle Aufgaben. Ist das eigene Buch, in das man so viele Stunden intensive Arbeit gesteckt hat jedoch erst einmal veröffentlicht, dann ist dies definitiv ein Grund zu feiern. Schließlich habt ihr mit ein bisschen Hilfe ein gesamtes Buch erstellt und könnt darauf ordentlich stolz sein!

Kann man mit Self-Publishing erfolgreich sein?

Ja! Natürlich kommt das Veröffentlichen des eigenen Buches über eine Self-Publishing-Plattform nicht mit einer Garantie, dass ihr auf jeden Fall eine Mindestanzahl von Büchern verkaufen werdet und definitiv mit eurem Buch in den Bestseller-Listen landen werdet.
Dennoch könnt ihr mit den vorher beschriebenen Aspekten gut von der Allgemeinheit absetzen. Denn oft denken noch unerfahrene Self-Publisher, dass es nicht bedeutend ist, wie viel Zeit und Mühe sie in ihr Buch stecken (abgesehen vom schriftlich-kreativen Teil). Daher finden sich unter Self-Publishing-Büchern leider oft viele, die von außen her qualitativ sehr unansprechend sind und daher nicht gekauft werden.
Informiert ihr euch jedoch, wie die Buchcover eures Buchgenres im Allgemeinen gestaltet sind, könnt ihr euch daran orientieren und ansprechende Buchcover erstellen.
Durch das Marketing stoßen Menschen bereits im Vorhinein auf euer Buch und wollen es so evtl. eher kaufen. Macht euch also die Mühe, euer Buch rundum gut darzustellen und ihr werdet mit eurem Buch Erfolg haben.

Erfolgreiche Self-Publisher

  • Samantha Young mit “On Doublin Street”
  • Jonas Winner mit Thriller-Reihe “Berlin Gothic”
  • Emily Bold mit “Gefährliche Intrigen”
  • Nele Neuhaus “Unter Haien”
  • und natürlich E.L. James mit der weltweit bekannten BDSM-Trilogie “Fifty Shades of Grey”

Zusammenfassend kann man sagen, dass Self-Publishing eine durchaus interessante Alternative zu traditionellen Verlagen ist und daher immer beliebter und interessanter wird. Auch hat man die Möglichkeit, wenn es auch immer mehr wettbewerbsfähige Bücher gibt, berühmt zu werden und als Self-Publishing-Autor seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Dies ist natürlich ein seltener Idealfall, ganz unmöglich ist es jedoch nicht!

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